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Trampolin ...

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Das große Trampolin

ist das klassische Trampolin. Es ist ein Sprunggerät, das je nach Verwendungszweck mit
verschiedenen Leistungsmerkmalen zur Verfügung steht. Die ersten Geräte hatten
nochgeschlossene Sprungtücher, die an Gummiseilen aufgehängt waren. Die heutigen
Hochleistungsgeräte haben ein Netz aus vier bis sechs Millimeter breiten Nylonstreifen,
die an bis zu 118 Stahlfedern aufgehängt sind. Die Sprungfläche ist doppelt so lang wie
breit und variiert zwischen zirka 180x360 und 215x430 cm. Da bei einem geschlossenen
Sprungtuch der Luftwiderstand sehr hoch ist, kann man mit solchen Tüchern kaum mehr
als einen einfachen Salto springen. Im Gegensatz hierzu haben die modernen Geräte
keinen nennenswerten Luftwiderstand mehr und erlauben es dem Springer ohne große
Kraftanstrengung sehr große Höhen zu erreichen. In der Rehabilitation und dem
Behindertensport werden gerne Sprungtücher aus 45 mm breiten Nylonstreifen einge-
setzt, da sie sehr robust sind und sich sehr gut zum Aufbau der Stützmuskulatur eignen
. In Schulen und in der Vereinsarbeit mit Kindern wird dagegen meist ein Tuch mit 13
mm-Streifen eingesetzt, das einen guten Kompromiss zwischen Wurfleistung und
Trainingseffekt zum Muskelaufbau darstellt. Durch ihre hohe Wurfleistung sind Sprung-
tücher mit schmaleren Streifen nur für gut trainierte Sportler zu empfehlen, da die
Sprünge anderenfalls zu sehr die Gelenke belasten. Sprünge bis zu einer Höhe von etwa
9 Metern sind möglich, was natürlich auch eine erhebliche Sturzgefahr darstellt.
Zehn Minuten Springen auf dem großen Trampolin entsprechen einer halben Stunde
Jogging.

Altersbegrenzung

In welchem Alter kann man mit dem Trampolinspringen anfangen? (Und wann sollte man
aufhören?) Grundsätzlich muß man zwischen spielerischer Nutzung des Trampolins und
regelmäßigem Training unterscheiden, bevor man diese Frage beantwortet. Geht es nur
um gelegentliches Einbeziehen des Trampolins in die Turnstunde, ist gegen Fünfjährige
nichts einzuwenden. Allerdings muß auch hier der Trainer wissen, was er tut, das Gerät
muß gut abgesichert sein und genügend Erwachsene (Eltern bzw. Helfer) anwesend,
damit kein Kind einfach vom Gerät springt. Für regelmäßiges Trampolintraining sollten
die Kinder jedoch älter sein. Mit dem Abschluß des ersten Längenwachstums sind die
Knochen des kindlichen Skeletts stark genug, dies ist mit etwa acht Jahren der Fall.
Mit regelmäßigem Training meine ich eine bis maximal zwei Stunden, ein bis zweimal
wöchentlich. Erfahrungsgemäß reicht dies aus, um gute Leistungen zu vollbringen und
keinen Frust zu erzeugen "weil es nicht weitergeht". Von Anfang an sollte auf richtige
Haltung und korrekte Atmung geachtet werden, sonst kann es später sehr frustrierend
werden. Gibt es eine Altersgrenze nach oben? Keine Ahnung, ehrlich gesagt. Der
älteste Anfänger, den ich persönlich kennengelernt habe, begann mit 70 Jahren mit dem
Springen, mit 72 begann er, den Salto rückwärts gehockt zu lernen. Narürlich war er auch
vorher schon sportlich und fit, er ist nicht mit schwerer Arthrose und Gehhilfe in die
Halle gekommen! Die Anfänger, mit denen ich in den letzten 15 Jahren gearbeitet
habe (Kurse, die fast ausschließlich aus Anfängern bestanden) waren Erwachsene im
Alter zwischen 19 und 45. Die weitaus meisten waren Studenten bis etwa 25 Jahre.
Solange keine körperlichen Probleme vorliegen, z.B. Kniedefekte und Rückenprobleme,
gibt es keinen Grund, warum ein Erwachsener nicht Trampolinspringen lernen sollte.
Sind bereits körperliche Verschleißerscheinungen vorhanden - speziell verschlissene
Knorpel im Knie - ist vom Trampolinspringen abzuraten. Ich frage in jedem Anfängerkurs
in der ersten Stunde nach entsprechenden Problemen. Gibt jemand an, unter Knie-
problemen zu leiden, rate ich dazu, sehr aufmerksam gegenüber steigenden Schmerzen,
Instabilitäten etc. zu sein. Natürlich sollte jeder Erwachsene darauf achten, ob er einen
neuen Sport verträgt oder nicht. Aber speziell nach den ersten Terminen ist es oft
schwierig, zwischen leichtem Muskelkater und echten Gelenkbeschwerden zu
unterscheiden. Bei Rückenbeschwerden ist es noch problematischer, weil in der
Wirbelsäule eine Vielzahl von Gelenken (den kleinen Wirbelgelenken), die Bandscheiben,
die Bänder und die Muskeln so dicht beieinander sind, dass die Unterscheidung,
was nun schmerzt, schwer fällt. Außerdem kann sich Trampolinspringen
(korrekte Anleitung immer vorausgesetzt!) durchaus lindernd bei manchen Arten von
Rückenbeschwerden sein, weil das Training die Stützmuskulatur stärkt und die
Aufrichtung der Wirbelsäule erleichtert. Im Zweifelsfall sollte ein Orthopäde oder
Sportarzt konsultiert werden, damit Trampolinspringen nicht der letzte Sport ist,
den ein Mensch anfängt. Keine Sportart - und macht sie noch so viel Spaß - ist es wert,
sich den Körper zu ruinieren. Eine klare Absage erteile ich persönlich dem Hochleistungs-
sport. Gewiß, es ist ästhetisch anzusehen, wie ein Mensch doppelte und dreifache Salti
mit diversen Schrauben scheinbar schwerelos in einer Kür aneinanderreiht - auch ich kann
mich dieser Faszination nicht immer entziehen - aber ich weiß auch, dass für jeden
Spitzenspringer Hunderte Andere aufgeben mußten, weil der Körper den
Belastungen nicht standhielt.

Springen schult Motorik und Koordination

Es sieht zwar leicht aus, aber das Springen ist ganz schön anstrengend. Die meisten sind
schon nach zehn Minuten außer Atem. Aber: Es macht Spaß. Vor allem, weil man sich nach
Belieben in der Luft drehen kann. Das erfordert allerdings ein bisschen Übung und eine
gute Körperkoordination. Schon bei Kindern schult Trampolinspringen Motorik und
Koordination. Es gilt, im richtigen Moment vom Tuch abzuspringen, um an Höhe zu
gewinnen. Das gelingt nicht allen auf Anhieb. Aber nach fünf bis zehn Minuten hat sich
ihre Motorik dann soweit entwickelt, dass sie einen riesigen Spaß haben und immer höher
springen können.


Auch für Zuhause Auch für den Hausgebrauch ist ein Trampolin
gut zu gebrauchen. Das Springen macht nicht nur Spaß.
Es bringt auch den Kreislauf auf Trab, regt den Stoffwechsel
und die Lymphe an. Zudem schont es die Gelenke, stärkt die
Muskulatur und schult den Gleichgewichtssinn. Richtig Springen
aber will gelernt sein. Die Arme dürfen niemals hinter den
Körper kommen, sonst wird der Sprung instabil. Es braucht Zeit,
bis man eine starke Körperspannung und eine gute Stütz-
muskulatur aufgebaut hat. Sonst kann man nicht sehr hoch
springen.





Körper und Geist Am höchsten Punkt ist der Moment der Schwerelosigkeit, beim Aufkommen
ist der Druck auf den Körper am größten. Dadurch werden Muskeln und innere Organe
massiert und trainiert. Einen Salto oder eine Schraube zu lernen ist eine echte
Herausforderung für Köper und Geist. Was aber kann man als normal sportlich begabter
Erwachsener noch lernen? Mit ein bisschen Gleichgewichtssinn kann man Salto rückwärts und
vorwärts mit Schrauben schon noch lernen - auch wenn es länger dauert als in der Kindheit.
Wichtig ist: Trampolin springen ist gesund, solange man keinen Hochleistungssport betreibt.
Nur für Professionelle: der Fünffach-Salto Anders bei professionellen Springern. Sie brauchen
Höhe, um verschiedene Salti aneinanderzureihen. Bei einem Fünffach-Salto ist die Belastung
für den Körper enorm. Das Kreuz wird in Anspruch genommen, denn auf ihm lastet ein
Vielfaches des Körpergewichts - ebenso wie auf den Bändern und den Knien.
Ab einem gewissen Alter kann man die dafür nötige Muskulatur nicht mehr aufbauen.


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